ich vertraue in mich & mein leben

Mit Anfang 20ig war mein grösster Wunsch, Magersüchtig zu sein. Du denkst jetzt vielleicht: Wie um Himmels willen kann man sich so etwas wünschen?! Dieser Wunsch entstand aus vielen Jahren mit unzähligen verzweifelten Versuchen überschüssiges Körperfett loszuwerden, endlosen Kommentaren von Aussen & dem Gefühl, alleine zu sein in diesem Kampf. Denn ich war von KindesBeinen an übergewichtig...

 

In meinem Kopf war die Ansicht gewachsen, dass ich nur wirkliche, ernstgemeinte Hilfe bekomme, wenn kaum noch körperliche Substanz da ist. Denn bei einem Zuviel an körperlicher Substanz hörte ich immer nur «tu dies, tu das» – & wenns nicht funktionierte «dann musst Du Dich halt mehr anstrengen» oder der Klassiker «Du lügst, würdest Du wirklich tun was Du sagst, wärst Du schon lange schlank». Bei Magersüchtigen war aber ein Heer an Menschen da, die helfen wollten, unterstützend zur Seite standen & liebe-/verständnisvolle Worte für diese «erkrankte» Person hatten. 

 

Mein Hirn produzierte also aus diesen Beobachtungen den Wunsch: ich will magersüchtig sein – denn dann bekomme ich Hilfe, Zuwendung & Verständnis.

 

Mit viel Durchhaltevermögen fing ich an, dieses Ziel umzusetzen. Wenn man eine Karotte in minimalst kleine Stücke schneidet, ergibt sich eine «passable Menge» daraus. Das war an vielen Tagen meine Tagesverpflegung. Schon morgens beim Schneiden sagte ich mir: eigentlich ist das viel zu viel für einen einzigen Tag. Wenn ich dann tagsüber immer mal wieder in mein Tupperware-Schälchen voller KarottenMiniStücke griff, hatte ich lauter böse Worte für mich selbst im Kopf. «Friss nicht schon wieder», «Du bist ja pausenlos am fressen»….

 

Abends wenn ich nach Hause kam, war mein erster Gang zu Waage. Zeigte sich dort etwas, das mir nicht gefiel, verbot ich mir an diesem Abend noch etwas zu trinken. Denn schliesslich führt 0.5 l Wasser zu einer sofortigen Zunahme von 0.5 kg auf der Waage. Stattdessen stieg ich im Wohnzimmer auf den HomeTrainer – manchmal bis ich vor lauter Schwindel zusammenbrach. In knapp drei Monaten nahm ich über 40 kg ab. Wer jetzt denkt, ich wäre dann endlich glücklich gewesen, irrt sich gewaltig. Schaute ich mich im Spiegel an, hatte ich in den mir vorher passenden Kleidern (die jetzt ziemlich locker sassen) den Eindruck, ich sehe aus wie die sprichwörtliche «Wurst in der Pelle».

 

Irgendwann kam der Punkt, an dem sich mein Körper aus reinem Selbsterhaltungstrieb holte, was er so dringend benötigte.  Wieviel Zeit ich damit verbracht habe zu essen, weiss ich nicht mehr. Was ich aber noch mit aller Deutlichkeit weiss ist, wie ich mich gefühlt habe, nachdem ich realisiert hatte, dass ich vor einem fast leeren Kühlschrank wieder «zu Sinnen» kam. Ich fühlte mich als totale Versagerin & ekelte mich vor mir selbst. Was also nun?! Ich musste all die Kalorien wieder loswerden & das schnellstmöglich – bloss wie?! Ab ins Badezimmer, Zahnbürste in die Hand & los. Nur… nicht mal das hab ich geschafft! Was war ich bloss für eine Niete.  Sich selbst zum Erbrechen zu bringen war doch wohl keine grosse Sache, aber noch nicht mal das schaffte ich.

 

Als medizinische Praxisassistentin hat man so einiges an Wissen über Medikamente. Also los, schnell in die Apotheke. Ich wusste genau, was ich wollte & was ich sagen musste um das Gewünschte auch schnell zu erhalten. Laxoberal Abführtropfen waren das Objekt meiner Begierde. Gesagt, gekauft & sicherheitshalber schon gleich im Auto die halbe Tropfflasche einnehmen – schliesslich muss jetzt alles schnell gehen, nicht dass die Kalorien von meinem Körper aufgenommen werden können. Und dann rasend schnell nach Hause & um eine schnellstmögliche Wirkung beten….

 

Im Verlauf der Zeit gelang es mir dann zwischendurch immer wieder mal, mich selbst zum Erbrechen zu bringen. Was machten mich diese Momente stolz! Nebst Laxoberal kamen im Verlauf auch zusätzliche Abführmittel zum Zug – am Besten eine Kombination von mehreren gleichzeitig. 

 

Ein erbitterter Kampf & das immer ausgeklügeltere, grandios inszeniertes Doppelleben nahmen seinen Lauf. Mein Gewicht ging durch die Essanfälle & die nicht immer ganz so erfolgreichen Kompensationsmassnahmen schnell wieder in die falsche Richtung. Mein Elend war grenzenlos…

 

Mein Alltag war geprägt von Gedanken rund um die Essensbeschaffung – denn das musste auf verschiedenste Geschäfte in verschiedensten Ortschaften aufgeteilt werden – & die daraus folgende Abfallentsorgung (verschiedene Kehrichtkübel auf Autobahnraststätten, bei ShoppingCentern, auf öffentlichen Parkplätzen etc.). Denn niemand, wirklich niemand sollte Verdacht schöpfen. Essen in Gesellschaft – ausser die unvermeidlichen Essenseinnahmen mit meinem Partner (& da ass ich so wenig wie möglich) – vermied ich zunehmend. Ich zog mich immer wie mehr in mich selbst zurück. Meine innere Kommunikation mit mir selbst war geprägt von Negativität, Hass & Selbstzerstörung.

 

Jahre später – ich arbeitete immer noch als medizinische Praxisassistentin – zitierte mich mein damaliger Chef nach Arbeitsschluss noch in sein Büro. Er konfrontierte mich damit, dass ich ein Problem habe & dieses dringend lösen müsse. Ich habe nicht mal den Versuch unternommen, mich zu verteidigen, sondern sackte in mir zusammen & fing an zu heulen. Er empfahl mir eine Frau, die Menschen mit Essstörungen begleitet (der Begriff Coaching war damals noch nicht geläufig). Da solche Beratungsdienstleistungen ausserhalb des phsychiatrischen Kontextes oft nicht durch die Krankenkasse abgedeckt seien, bot er mir an, eine Kostengutsprache einzureichen. Die Krankenkasse lehnte ab & schlug stattdessen einen Klinikaufenthalt vor. Das wollte ich unter keinen Umständen. Er fragte mich: bist Du es Dir wert, diesen Weg zu gehen? Ich hatte keine Kraft mehr, mein Leben so weiterzuführen, also sagte ich: JA!

 

Durch die Begleitung dieser Frau wuchs damals in mir der Wunsch, irgendwann selbst Menschen zu begleiten – nicht explizit beim Thema Essstörung, sondern auf dem Weg zu einem gesunden SelbstWERT.

 

 

Viele Jahre, Kurse, Seminare & Ausbildungen später habe ich vor über 12 Jahren zum ersten Mal meine Praxistüre geöffnet.

 

 

Heute weiss ich, ich habe immer – selbst in jeder noch so aussichtslosen Lage – eine Wahl. Ich habe die Wahl, wie ich mit etwas umgehe, was/wie ich darüber denke, wie meine innere Kommunikation ist & welche Wirkung das auf mein Leben hat. Ich bin nicht auf dieser Welt um zu sein wie andere mich gerne hätten. Ich bin auf dieser Welt um mich selbst zu sein, zu erfahren, zu wachsen & zu entwickeln. Ich allein trage die volle Verantwortung für mein Leben, mein inneres Glück & meine Zufriedenheit. 

 

Die Kraft & Energie für meine Arbeit tanke ich in der Stille der frühen Morgenstunden draussen in der Natur. Dort nähre ich meine Wurzeln & tauche tief in meinen InnenRaum ein. Zeit am Wasser (insbesondere am Ufer des Thuner-/BrienzerSee & der NordSee) zu verbringen ist für mich purer SeelenBalsam. Wenn dann noch ein klarer, kühler Wind meinen Kopf durchlüftet, leuchtet mein Inneres vor Glück.

 

Leben bedeutet für mich Wachstum & Weiterentwicklung. Meine eigene Persönlichkeitsentwicklung & mein BewusstSEIN fördere ich durch immer wieder neue Erfahrungen & Weiterbildungen.

was mich ausmacht

meine Worte & ihre Wirkung

mein FeinSINN für Energie & Details

meine Begabung, mich in andere einzufühlen

meine Fähigkeit Möglichkeiten & Wege zu erkennen

meine Stärke im Komplexen das Wesentliche zu erfassen

meine Fülle an Ideen & mein QuerDenken

 

& das wohl wichtigste

meinen Lebensweg der mich reifen & wachsen liess 


Werte die mir wichtig sind

Freiheit – weil mein Leben mir gehört

BewusstSEIN – weil ich nur dieses eine Leben habe

Selbstbestimmung – weil es mein Leben ist

Authentizität – weil ich sein will, wie & wer ich bin

Kreativität, Kommunikation & Ausdruck – weil ich so am Leben teilnehme

Wertschätzung – weil sie mich wachsen lässt

(persönliche Weiter-)Entwicklung – weil das Leben Veränderung ist


Wege die ich gegangen bin

ERLEBTES

  • Verlust
    meiner noch ungeborenen Tochter
  • Schönes, Herausforderndes & ErkenntnisReiches aus dem Leben im fülligen Körper
  • Ess-Störung im jungen Erwachsenenalter

ERFAHRENES

  • eigene Praxis seit 2009
  • mehrjährige Tätigkeit als 
    Begleiterin von schwerstkranken
    & sterbenden Menschen
  • mehrjährige arbeitsagogische
    Begleitung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen

ERLERNTES

Hypnose  MentalTraining  Reiki  Access Bars – Meditation – Numerologie – Medialität & energetisches Heilen – Pranic Healing  PsychologieGrundlagen  Räuchern – Bachblüten  Aromatherapie  FarbTherapie – EFT Level 1  systemische CoachingTools – gewaltfreie Kommunikation – Körpersprache

bewusstSEIN

sei mutig

frei, lebendig, klar

schenk Deinem Tag Leben

JETZT!



Claudia Raduner – bewusstSEIN

Birkenweg 6, 3604 Thun

078 847 64 65

mail@claudiaraduner.ch 

Partnerschaft mit Sternentaler 



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